23 Oct Ein Kunstwerk, das verbindet
Ein Kunstwerk, das verbindet: Neues Wandbild bei am „Bunker“ feierlich eröffnet
Vier Schulen, 20 junge Menschen und eine gemeinsame Vision: Mit dem neuen Wandbild ist in Frankfurt (Oder) ein farbenfroher Blickfang entstanden, das die Stadtgeschichte, Streetart und die Kreativität der nächsten Generation miteinander verbindet. Am 21. Oktober 2026 wurde das Kunstwerk feierlich gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Herrn Dr. Axel Strasser, eröffnet.
Aus einer Wand wird ein Stück Stadtgeschichte
Eine bislang schlichte Fassadenfläche ist heute ein Ort voller Farbe, Bewegung und Geschichten: Das neue Wandbild macht die Geschichte und Identität Frankfurts (Oder) auf ganz besondere Weise sichtbar.
Inspiriert von der unverwechselbaren Bildsprache des US-amerikanischen Streetart-Künstlers Keith Haring greifen dynamische, tanzende Figuren die Energie der urbanen Kunst auf. In ihre Gestaltung fließen historische Motive, bekannte Orte und Geschichten aus Frankfurt (Oder) ein. So entsteht eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart – modern interpretiert von jungen Menschen, die ihre Stadt aus ihrer eigenen Perspektive zeigen.
Das Besondere: Dieses Kunstwerk wurde nicht einfach für die Stadt gestaltet, sondern gemeinsam mit jungen Menschen aus der Stadt entwickelt und umgesetzt.
Vier Schulen, viele Ideen und ein gemeinsames Ziel
Schülerinnen und Schüler des Gauß-Gymnasiums, des Karl-Liebknecht-Gymnasiums, der Oberschule „Heinrich von Kleist“ und der Oberschule „Ulrich von Hutten“ haben ihre Ideen und ihre Auseinandersetzung mit der Frankfurter Stadtgeschichte in das Projekt eingebracht.
Unter der Projektleitung von Florian Bölike, Kunstpädagoge, Lehrer und Gründer der ATLJAE Kunstvermittlung, wurden die kreativen Entwürfe zu einem gemeinsamen Konzept zusammengeführt. Der Berliner Künstler Sven Kaiser begleitete die Jugendlichen bei der künstlerischen Umsetzung an der Fassade.
Aus vielen einzelnen Ideen wurde so ein gemeinsames Werk. Die Jugendlichen konnten ihre Kreativität außerhalb des klassischen Unterrichtsraums erleben, Verantwortung übernehmen und unmittelbar erfahren, wie ihre Arbeit das eigene Lebensumfeld verändert.

Was entsteht, wenn alle an einem Strang ziehen
Für uns als Betreiber des Einkaufszentrums ist dieses Projekt ein besonders schönes Beispiel dafür, was durch Zusammenarbeit möglich wird.
Gemeinsam mit den Schulen, der ATLJAE Kunstvermittlung, dem Künstler und weiteren lokalen Akteuren ist es gelungen, eine ungenutzte Fassadenfläche in einen sichtbaren Beitrag zur Stadtgestaltung zu verwandeln. Es brauchte dafür Ideen, Engagement, Abstimmungen und Menschen, die bereit waren, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
Die feierliche Eröffnung am 21. Oktober 2026, gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser, war deshalb nicht nur der Abschluss eines kreativen Projekts. Sie war auch ein Moment, um die Leistung aller Beteiligten zu würdigen und das entstandene Kunstwerk gemeinsam zu feiern.
Unser besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, den beteiligten Schulen, Florian Bölike und der ATLJAE Kunstvermittlung sowie Sven Kaiser. Danke für die großartige Zusammenarbeit, die vielen eingebrachten Ideen und das Engagement, mit dem dieses Projekt Wirklichkeit geworden ist.
Ein Zeichen für Begegnung und Zusammenhalt
Die jüngsten Gewaltereignisse in Frankfurt (Oder) haben erneut deutlich gemacht, wie wichtig ein respektvolles Miteinander und positive Begegnungen sind. Das Wandbildprojekt entstand jedoch nicht als Reaktion auf diese Ereignisse. Im Mittelpunkt standen von Anfang an die kreative Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte, die Beteiligung junger Menschen und die Aufwertung des öffentlichen Raums.
Gleichzeitig zeigt das gemeinsame Arbeiten, wie wertvoll Begegnungen über Schulgrenzen hinweg sein können. Wenn junge Menschen gemeinsam gestalten, voneinander lernen und etwas Bleibendes schaffen, entstehen neue Perspektiven und Verbindungen.
Kunst, die bleibt
Mit dem neuen Wandbild erhält Frankfurt (Oder) nicht nur einen farbenfrohen Blickfang. Es entsteht auch ein sichtbares Zeichen dafür, wie lokale Zusammenarbeit, kulturelle Bildung und gemeinschaftliches Engagement das Stadtbild bereichern können.
Wir freuen uns, dass dieses besondere Projekt am „Bunker“ Wirklichkeit geworden ist – und hoffen, dass das Kunstwerk vielen Menschen Freude bereitet, zum Entdecken einlädt und die Identifikation mit der eigenen Stadt stärkt.
Denn manchmal braucht es nur eine freie Wand, viele gute Ideen und Menschen, die gemeinsam etwas bewegen wollen
